Dynamik in Gruppen

Revolution doesn’t happen when society adapts new technology, it happens when society adoptsnew behaviours“, schreibt Clay Shirky in seinem Buch “Here comes everybody“. Dabei geht es, wie sich Organisationen im heutigen digitalen Zeitalter verhalten und wie sich Menschen durch Internet neu vernetzen, sich neu finden um Dinge zu verändern.

Eine faszinierende Zeit, in der wir uns befinden. Eine Zeit, die noch mehr Kommunikation zwischen Teams und Menschen erfordert, um gemeinsam Ziele zu erreichen und neue Möglichkeiten zu finden. Daher ist die Definition von einem gemeinsamen Miteinander, der Aufbau einer und mehreren Gruppen so ungemein notwendig, um im “Digital Mindshift” erfolgreich zu sein.

Es ist eines meiner Lieblingsbücher, wenn’s ums Thema Gruppen, Gruppenzusammenhänge und dem Digital Mindshift geht: “Dynamik in Gruppen” von Eberhard Stahl ist meiner Ansicht eines der wesentlichsten Standardwerke rund ums Thema Gruppenleitung, Diversität, Gruppenmanagement, Innovations-Management und hilft, ein gut funktionierendes Team auf die Beine zu stellen bzw. zumindestens auch zu erkennen, dass eine Gruppe vielleicht gar keine Gruppe ist.

Dynamik in Gruppen
Unsere Fähigkeit und Bereitschaft, uns in immer neue Gruppenzusammenhänge einzufügen und sie ertragreich zu gestalten, wird heute stärker denn je gefordert: Immer mehr Menschen müssen immer häufiger in kurzlebigen Gruppen arbeiten oder müssen innerhalb kurzer Zeit Projektgruppen “ans Laufen” bringen.

Wo es immer weniger einengende und verlässliche Schablonen für das Miteinander gibt, müssen Gruppen sich weitgehend selbst erfinden. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen hat die Frage nach dem Wesen und Funktionieren von Gruppen an Aktualität gewonnen – vor allem für jene von uns, die als Vorgesetzte, Lehrer oder in der Rolle des Supervisors und Coaches Leitungsfunktionen in Gruppen wahrnehmen.
Ihnen bietet das buch eine schlüssige theoretische Grundlage und ein darauf abgestimmtes Repertoire an Interventionen zur Entstörung und Entwicklung von Gruppen. eine verständliche, lebendige Sprache erleichtert den Zugang zu den Grundgedanken, die konkret und praxisnah, auch anhand vieler Praxisbeispiele dargestellt werden.

Quelle: Stahl; Dynamik in Gruppen

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Stahl, E.: Dynamik in Gruppen.
Beltz-Verlag
Deutschland 2007
ISBN: 3621276106
€ 39,90

Virtuelle Teams und Gruppenbildung über Grenzen und Kulturen
Da ich vorwiegend in virtuellen Teams mit Menschen auf der ganzen Welt zusammen arbeite, beobachte ich, dass eine unglaubliche Möglichkeit am Aufbau und Zusammenhalt von Gruppen in diesen – sagen wir – losen Netzwerken nicht wahrgenommen wird. Durch Mangel an Zeit, an Budget als auch durch Mangel an der Kenntnis und Fähigkeit, Teams zu führen und zu leiten, wird der Großteil an vorhandenen Ressourcen ins kurzfristige (Verkaufs-)Geschäft abgezogen und durch Zahlen in Excel-Tabellen ebenso kurzfristig besiegelt.

Stellen Sie sich vor, sie sitzen in Österreich, arbeiten mit ihren unterschiedlichen KollegInnen in Palo Alto, Amsterdam oder Budapest an einem Projekt, haben sich nie zuvor gesehen, kennen ihre Mimiken und Gestiken, haben keine eindeutigen Vereinbarungen getroffen und komplett unterschiedliche Erwartungshaltungen.

“Wir sind ein Team, wir arbeiten als Gruppe”
Ich beobachte, dass sehr oft von Teams und Gruppen gesprochen wird (“Wir sind ein Team, wir arbeiten gemeinsam als Gruppe.” – doch, wie, wer und was ist die Gruppe?) und sich die Teammitglieder einerseits ihrer Rolle, ihrer Möglichkeiten und Chancen nicht im Klaren sind. Gerade im Innovations-Bereich, dort, wo sich Themen rasch ändern, wo neue digitale Technologien und Möglichkeiten oder wie jetzt – wenn Social Media oder Digital Marketing in Organisationen eingeführt werden soll – aus dem Boden sprießen gilt es, die unterschiedlichen Player und Themen zu einer oder mehreren Gruppen zu formen.

Das ist die Chance: Vom Forming zur Teambildung!
Das ist die Chance, bestehende Strukturen und Prozesse ins digitale Zeitalter zu nehmen und virtuellen Teams als funktionierende und lehrnende Gruppe zu gestalten.

“Dynamik in Gruppen” beschreibt den Aufbau und die Definition von Gruppen in fünf verschiedenen Schritten: Vom (1) Forming, der Phase, in der sich eine Gruppe erstmalig findet hin zum (2) Storming, bei den sich die Gruppe mit ihren Menschen abgrenzt. Im (3) Norming entstehen Kompromisse und Entscheidungen um sich als Team und Einzelperson im (4) Performing zu bestätigen. Um aus Ereignissen zu lernen, gibt es (5) das Reforming.

Jeder dieser Schritte hat seine eigenen evolutionären Eigenheiten, Leistungen und Aktivitäten. Diese sind sehr gut mit Interventionsansätzen für Coaches und Gruppenleiter beschrieben, um aus einer ‘Gemeinschaft’, einer ‘Truppe’ oder einem ‘Haufen’ ein Team mit den Ideen und Potentialen zu formen. Der evolutionäre Viertakt Variation, Amplifikation, Selektion und Restabilisierung hilft dabei dem Zielpool der Gruppe.

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  1. [...] Offene Büroräumlichkeiten und -athmosphäre erzeugen! Neben einer für die Organisation zu definierenden Gruppe und Gruppendynamik, finden sich einige Ideen, damit Mitarbeiter und Organisation näher zu einander kommen, sich mehr [...]

  2. [...] zu machen. Was mir dabei nicht gefällt, ist die Instrumentalisierung und das Initiieren von klar definierten Gruppen. Gruppen, die “wütend” sein müssen, Gruppen, die “mutig” sein müssen. [...]



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