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Can AI help you...?

Can AI help you... understand what people really think? Mit René Mähr (synfia.ai) und Dieter Brader

16. May. 2026

Can AI help you... understand what people really think? Mit René Mähr (synfia.ai) und Dieter Brader (digitalmindshift.com) Wie können Unternehmen, Organisationen und Teams heute wirklich verstehen, was Menschen denken — ohne sich nur auf klassische Formulare und standardisierte Umfragen zu verlassen? In dieser Episode von „Can AI help you…“ spricht Dieter Brader mit René Mähr, Co-Founder und Geschäftsführer von synfia.ai, über KI-gestützte Interviews, qualitative Datenerhebung und die Zukunft von Feedback. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Künstliche Intelligenz dabei helfen kann, Gespräche skalierbar zu machen — ohne dabei die Tiefe und Kontextsensitivität klassischer Interviews zu verlieren. Gemeinsam sprechen sie über: - KI-gestützte Interviews statt klassischer Fragebögen - qualitative Forschung und Feedback-Prozesse - Mitarbeiter:innen- und Kundenbefragungen - demokratische Teilhabe und Niederschwelligkeit - Sprach-KI als neue Form der Interaktion - europäische KI-Lösungen und digitale Verantwortung - die Zukunft von Zuhören, Insights und Organisationsentwicklung Eine Episode über Technologie, Sprache, Partizipation und die Frage, wie KI helfen kann, Menschen besser zuzuhören. https://canaihelpyou.com https://digitalmindshift.com/canaihelpyou/

Transkript

Transkript
René
(00:00)

Ja.

Dieter Brader
(00:01)

Dann starte ich mal. Hallo bei "Can AI Help You?" Künstliche Intelligenz verändert nicht nur die Technologien, sondern auch die Art und Weise, wie Organisationen zuhören.

Feedback sammeln und auch Entscheidungen treffen. Viele Unternehmen erheben heute zwar mehr Daten denn je, verstehen aber oft weniger, was Menschen wirklich denken. Gerade bei Feedback, Interviews oder Umfragen stellt sich deshalb eine zentrale Frage. Wie schaffen wir es, qualitative Gespräche zu führen, ohne sie in standardisierte Formulare zu pressen und ohne dass der Aufwand dabei explodiert?

ist René Mähr. Du bist Co-Founder und Geschäftsführer. Von was, das erzählst du mir jetzt.

René
(00:47)

Hallo

Hallo Dieter, danke zuerst mal, dass ich da sein darf. Freut mich sehr. Von synfia.ai. Wir sind eine KI-Plattform, auf der KI-gestützte Interviews erstellt werden können, mit dem Ziel, dass von heute an und in die Zukunft gehend man Interviews auch skalierbar machen kann. Die Grundidee dahinter ist zu sagen, wenn ich Daten erhebe, möchte ich sehr oft in die Tiefe gehen.

Im Goldstandard gehe ich dann zu Interviews. Da kann ich einem one-on-one sehr genau nachfragen, sehr in die Tiefe gehen und sehr kontextsensitiv auf das eingehen, was mein Gegenüber mir gibt. Das ist aber das Problem bis dato, dass es nicht skaliert, weil es immer im 1 zu 1 ist. Ich kann ein Interview mit dir machen und noch eins und noch eins und das ist jetzt mal, dauert das eine Stunde für mich. Wenn ich diese Zeit nicht habe oder meine Zielgruppe einfach so groß ist, dass es nicht funktioniert,

dann ist der Default momentan, dass man dort hingeht und sagt, okay, ich mache ein Formular. Und mit KI und vor allem mit Sprach-KI, das ist unser Zugang, gibt sich jetzt die Möglichkeit, eine neue Art der Datenerhebung zu denken, wo ich dieses Kontext-Sensitive als Gespräch führe, aber skalierbar mache. Und das ist das, was wir tun. Und vor allem bei uns ist der Anspruch der, dass wir es so...

einfach wie möglich machen, dass das wirklich auch von jedem benutzt werden kann. Man muss jetzt kein Entwickler sein, sondern es soll wirklich so etwas sein, dass einfach jeder verwenden kann. Und genauso wie unser Anspruch ist, dass es jeder verwenden kann, ist die Plattform auch so gebaut, dass es ganz, ganz viele unterschiedliche Anwendungsfälle gibt, für die das funktioniert. Also das, was du schon erwähnt hast, das geht von Mitarbeiterbefragungen, Onboarding, Offboarding-Gespräche, Kundeninsights gewinnen.

Mitgliederbefragungen, was auch immer. Also überall dort, wo ich sage, möchte mehrere Personen in die Tiefe befragen und wo mir diese Tiefe wichtig ist, dort ist SYNFIA ein Tool, das man verwenden kann.

Dieter Brader
(02:50)

Ich finde das extrem spannend, weil einerseits viele Leute derzeit über KI sprechen, was möglich ist, wohin sich das Ganze entwickelt, aber nur wenig einen den Schritt machen und wirklich daraus versuchen ein marktfähiges Produkt zu machen. Mich interessiert nun der Schritt vorher, vor den Überlegungen zu deinem Produkt. Was war denn so der initiale Zünder für deine Idee? Was ist da passiert, wo du gedacht hast,

René
(03:17)

Mh.

Dieter Brader
(03:19)

Jetzt machen wir was.

René
(03:21)

Ja, das war wahrscheinlich vor zwei Jahren, wo ich das erste Mal so wirklich mit intelligenter Sprach-KI in Berührung gekommen bin. Und intelligent, selbst was wir so kennen, wenn man Google oder Siri oder Alexa, das ist nicht intelligent. Also das, was heute verwendet werden kann, ist so viel mächtiger. Und es war damals schon so dieses Wow, wie clever ist das, wie natürlich ist da die Sprache. Und damit einhergehend war dann zu der Erkenntnis, ach irre.

Wie kommen wir eigentlich wieder weg von diesen ganzen Hürden, die wir über die Technologie aufgebaut haben? Die ganzen Schulungen für irgendwelche Tools, also das ganze darum wird jetzt wieder abgebaut, weil es zurückgeht zu natürlichem Input Sprache. Und das war so ein Moment, ich so, irre, cool, mal so ganz generell. Und dann in der Anwendung war das in einem Projekt, wir gemacht haben, da ging es ⁓ ein ganz normales Intrapreneurship-Programm.

In einem Unternehmen, in einem Großunternehmen, neue Ideen zu generieren und die dann eben auch umzusetzen. Das war die Grundidee. Und dort in einem ersten Schritt, was passiert, man macht mal einen Aufruf für Ideen. Und das ist in der klassischen Logik sehr episodisch, zu einem Zeitpunkt. Wer gerade zu diesem Zeitpunkt eine Idee hat, der ist da dabei. Und es ist aber auch nicht sehr inklusiv, weil ich ganz viele Mitarbeitende nicht mitnehme, weil

die kommen gar nicht zu diesem Punkt. Und dort war die Überlegung, okay, Sprach-KI, schaffen wir es, dass wir diese Mobilisierung von Ideen, weil meine Belegschaft, die hat ja das ganze Wissen, kennt ja, die ist ja tagtäglich in jedem Prozess, in Kundengesprächen, in Kundenbeziehungen, dort liegt ja das Wissen. Problematik ist ja, wie bring ich es raus? Und dann war die Überlegung, naja, da könnte man Sprache verwenden und das aber nicht jetzt

in eine Richtung, also sozusagen nur ich spreche das da rein, sondern in einem Dialog, in einem Gespräch, wo nicht nur abgehört wird, auch gleich der Ideengeber auch angeregt wird, nochmal kritisch über seine eigene Idee nachzudenken. Also sozusagen nicht nur so, meine großartige Idee und die ist es, sondern dann hatten wir den KI-Interview so aufgebaut, dass er dann nachgefragt hat in Richtung, es auch Nachteile.

welche Stakeholder müssen wir mit einbinden, was heißt es für unsere Kunden und so weiter, um dann daraus einen Datensatz zu generieren, der einfach wesentlich tiefer ist und wesentlich wertvoller, als es davor der Fall war. Und das war so unser erster Anwendungsfall, wo wir dann gesagt haben, wow, funktioniert und dort weg hat sich dann sehr schnell entwickelt, okay, wenn wir es dafür verwenden können, dann kann man es auch für Mitarbeiterbefragungen, Kundenbefragungen, und so weiter und so fort. Und so ist es dann von diesem einen Projekt, das bauen wir schnell mal auf.

zu dieser Idee gekommen, dass wir synfia dann daraus entwickelt haben.

Dieter Brader
(06:19)

Das heißt, ihr habt jetzt sozusagen grob Fragebögen ersetzt und in Sprache und Sprachdialog ausgetauscht. Ganz banal. Das ist so die ganze Transformation dazwischen, oder?

René
(06:35)

Ja, banal ist es tatsächlich, dass wir Fragebogen austauschen. Die Grundidee war ja, jeder der schon mal einen Fragebogen ausgewertet hat, der weiß, in diesen offenen Textfeldern, da steht dann drin, find's gut, find's schlecht, find's sehr schlecht, aber dann brauch ich ja das Warum dahinter. Und das war sozusagen die Idee. Plus, was wir auch sehr schnell verstanden haben,

Diese Sprach-KI hat noch mehr Vorteile als nur das Ersetzen des Formulars. Es bringt nämlich Dinge mit sich, wie, ich plötzlich eine extreme Niederschwelligkeit habe, weil ich das an jedem Endgerät machen kann. Also sämtliche Formulare, von denen du sprichst, sind ja eigentlich für Office-Worker gemacht. Du brauchst ja ein Keyboard. Du musst ja das irgendwie tippen. Das heißt, alle Belegschaften, die kein Terminal haben, ziehen man schon grundsätzlich raus.

Diese Niederschwelligkeit mit der Sprache, über jedes Endgerät zu machen, das war so ein Punkt, wir sagen "Wow", das ist ein Gamechanger. Der zweite Punkt war, wir können ja 32 Sprachen in unserem System. Du bist sofort multinational und du bist doch sofort, nicht nur das, sondern es gibt ja auch viele, die jetzt nicht Deutsch als Erstsprache, als Muttersprache haben, jetzt wollen wir es bei uns machen, wissen wir alle, wir sind in unserer Muttersprache viel präziser als in unserer zweiten oder dritten Sprache.

Das heißt auch dort, dies zu ermöglichen, diese Niederschwelligkeit bereitzustellen. Und da ist es dann plötzlich mehr geworden, als nur zu sagen, wir haben es jetzt in die Sprache gesetzt, da kommt dann ganz andere Art der Niederschwelligkeit auch hinzu. Und, das ist der letzte Punkt noch, Sprache an sich, das ist ja viel authentischer. Weil ich spreche ja viel eher mal etwas aus, als ich es niederschreiben würde. Also es ist sehr viel intuitiver und sehr viel authentischer.

und hat damit einfach ein paar Punkte, die ich sage auch immer, es gibt immer noch gute Gründe ein Interview persönlich zu führen und es gibt immer noch gute Gründe auch noch ein Formular zu machen. Aber es gibt sehr viele Anwendungsfälle, wo ich genau diese Mischung haben möchte und wo es Ihnen dann dazu passt.

Dieter Brader
(08:46)

In meinem Kopf habe ich jetzt den Begriff der Gruppendiskussioin gehabt. Wo ist der Unterschied zwischen deinem Ansatz und einer Gruppendiskussion

René
(08:59)

Also im Grunde sind es ja immer Dialoge, es ist ja kein Gruppengespräch, das ist immer vorneweg, es ist immer ein 1 zu 1, was da passiert. Was wir tun können, ist, in der Gruppe kannst du ja auch nicht die Beleg, du kannst ja nicht 100, 200, 300 Leute dazu nehmen, das geht hier natürlich. Was auch schön ist, ist diese Verfügbarkeit, also die Gruppendiskussionen, ich habe das dann auch, ich muss die einladen, die müssen irgendwo hinkommen und dann...

mach ich das dort. Auch der administrative Aufwand ist extrem hoch, wohingegen ich bei synfia das auch rund die Uhr verfügbar habe. Das heißt, auch wenn wir bei dem Ideenthema bleiben, ist ja nicht, dass ich am 23. Juni, wenn diese Umfrage passiert, genau diese Idee habe. Das kann ja auch mal während einem anderen. Und das ist immer da und ich kann damit auch immer sprechen. Das ist so ein Unterschied. Und das andere ist auch

Wir verwenden es auch sehr oder unsere Kunden verwenden es sehr oft auch als Vorbereitung auf Workshops oder Gruppengespräche. Weil ich möchte auch andere Sichten mit hinzunehmen, die vielleicht eben nicht in diese Gruppendiskussion kommen können. Da geht es eher den Punkt, um das so hineinzubringen.

Dieter Brader
(10:08)

Das heißt, ich habe vorhin gefragt Fragebogen statt oder Gruppendiskussion. Das heißt, kann mir so vorstellen, ich rede mit deinem Tool, werde dazu einen Dialog eingeladen und die KI bzw. ihr erfahrt dann meine Ideen, meine Sichtweisen und meine Meinungen. wie funktioniert dann synfia grundsätzlich weiter? Das heißt, ist so das große Learning für, wenn ich euch beauftrag?

René
(10:32)

Mhm.

Dieter Brader
(10:37)

Was ist Lernen dann für mich?

René
(10:38)

Ja, das ist ein super Punkt. Im Grunde ist es schön, wenn ich das Interview skaliere, was wir vielleicht noch tun, ist, letztendlich wird ein Transkript erstellt. Also ich bekomme ein Transkript. nächste Problem ist, dann habe ich 500 Transkripte. Dann bricht mir die Skalierung dort, ich da keine 500 Transkripte lesen Da gibt es bei uns tatsächlich, wir haben dann auch wieder KI in einem Analyse-Studio,

so heißt es bei uns, wo ich mit meinen Transkripten, mit meinem Datensatz interagieren kann. Auch wieder sehr intuitiv. Da gibt es ein paar vorgefertigte Analyseprodukte, One-Click, Executive Summary, Trend-Analyse, Sentiment-Analyse, Painpoint-Analyse, vorgefertigte Analyseprodukte. Aber ich kann auch direkt in meinen Datensatz hineinfragen. Also ich kann dann sagen, hat irgendjemand unsere letzte

Werbekampagne erwähnt, wenn ja, wie oft und so weiter. Und dann bekomme ich die Antworten direkt raus. Also unsere Vision ist ja grundsätzlich so von... ich habe eine Fragestellung zu ich habe einen Actionable Insight. Das ist eigentlich das Thema. Alles dazwischen ist ja immer nur zu... Es ist schön diese Erhebung zu machen, aber die mache ich ja ⁓ etwas zu wissen. Und daher ist dieses Analysestudio fast auch fast nochmal so wichtig.

Dieter Brader
(12:03)

Cool.

René
(12:04)

wie

das eigentliche Interview, aber es funktioniert dann halt nur als Gesamtprodukt.

Dieter Brader
(12:09)

Can AI help You? Das ist ein Podcast über künstliche Intelligenz, digitale Transformation und die Frage, wie Menschen und Organisationen neue Technologien sinnvoll einsetzen können. Im Mittelpunkt steht heute René Mähr, Co-Founder und Geschäftsführer von synfia.ai. Seine Motivation, seine Erfahrungen als Gründer und sein Blick darauf

wie KI helfen kann, Feedback und Interviews neu zu denken. Daher heißt die heutige Episode auch, Can AI help you? Feedback und Interviews neu zu denken. Yes, René can.

René
(12:42)

Weißt was

ich mir auch überlegt habe, ist, sprech über deine Stadt. Du kannst doch mit Out-of-Home-Kampagnen wirklich mal abholen im Dialog, was so passiert. das passt gleich wie du sagst, und das packst du dann auf eine Website, auf Landingpage mit den Ergebnissen, die sind vielleicht noch sogar noch live, dass wir die sich weiterentwickeln. Ganz coole Sachen machen, ja.

Dieter Brader
(13:03)

Cool.

Du kannst während Workshops oder während Veranstaltungen sofort ein Feedback einverlangen. Mit einem Akku. Schau da rein, dann siehst du Visualisierung. Tech Cloud. warte, ich mache wieder Stopp und dann gehen wir wieder zurück. Wo siehst du nur Einsatzbereiche, in denen deine Ideen gut funktionieren könnten und das auf der einen Seite und auf der anderen Seite

René
(13:13)

Ja.

Ja, ja.

Ich mach wieder rein.

Dieter Brader
(13:33)

wo stößt sehr aktuell eine Grenzen.

René
(13:36)

Also von den Einsatzbereichen, ich habe es schon erwähnt, ist es sehr breit aufgesetzt, auch bewusst, weil wir gesehen haben, Menschen haben so unterschiedliche Lebensrealitäten und finden ihre eigenen Einsatzbereiche. Natürlich wir denken welche, wo wir sagen, HR, Customers Recordings und so weiter, die wir so sehen und die uns klar sind, wenn man diesem Bereich tätig ist.

Wir sehen aber auch eben darüber hinaus, dass Menschen es ganz unterschiedlichst verwenden. Ich habe schon welche erlebt, die haben ihren Urlaub mit ihrer Familie, weil die haben eine Großfamilie und wollten das einmal abfragen und dann mit der KI auch planen lassen, was macht denn Sinn mit diesen ganzen unterschiedlichen Stakeholern, wie kann ich das jetzt zusammenfassen. Geht aber auch in die Richtung eines meiner wirklich Lieblings-Use-Cases, wir haben auch so paar Berater, die es in dem Beratungsalltag verwenden.

Und die machen das so, dass die vor dem Workshop, eine Woche, zwei Wochen davor, das Aussenden mit den wesentlichen Fragen, die beteiligten sich schon mal, selber Gedanken machen müssen zu dem, was dann da kommt. Also schon einmal geprimed sind, sich einmal überlegt haben, was da ist, was die dann aber machen. Die sammeln sozusagen diese einzelnen Gespräche, weil du vorher über Gruppen gesprochen hast, machen eine Zusammenfassung daraus. Übrigens auch als Audiospur, also als Podcast.

Und senden das wieder an alle. Das heißt, überhaupt bevor der Workshop beginnt, hat sich jeder selber schon mal mit dem Thema beschäftigt, hat eine Zusammenfassung bekommen, was die anderen so denken und so starten die in den Workshop hinein. Mega cooler Use-Case. Oder einfach die sparen sich einen halben Tag aufwärmen, weil die Leute schon dermaßen vorbereitet daherkommen, dass das genauso gut funktioniert. Wir haben im Vorgespräch auch kurz gesprochen, für uns geht es ja...

Zum einen sind es diese Use Cases direkt im Unternehmen. Zum anderen ist es aber auch sehr spannend, wenn du Richtung Mitglieder denkst, in Richtung Interessensvertretungen denkst. Ich möchte eigentlich sehr schnell von meiner Basis etwas erfahren. Dann geht das ja auch super. Kann ich ja, durch das, die parallel diese Befragung machen können, wir können ja 200, 300 parallel laufen lassen. Das heißt innerhalb von 24 Stunden hast du 500, 600 oder 1000 Mitglieder befragt und hast ein Ergebnis.

Dieter Brader
(15:47)

Mhm.

Mh.

René
(16:01)

Also auch das ist ein wahnsinnig toller Ansatz. Und ein persönliches Thema, dem ich, das ist jetzt kein Use-Case im ersten Sinne, wo wir jetzt das Geld sehen, aber den ich extrem toll finde, ist Beteiligung, Partizipation, demokratische Teilhabe etc. Weil eben durch diese Niederschwelligkeit, durch diese vielen Sprachen, kann ich einfach wahnsinnig viele Menschen mitnehmen. Was ich auch nicht erwähnt habe ist,

unsere KI ist auch so eingestellt, dass sie auch auf das Sprachniveau eingeht. Das heißt, ist jetzt, die macht einfache Sprache, macht kompliziertere Sprache. Je nachdem, ob das jetzt ein Experte ist oder nicht, oder ob das Jugendliche sind oder Kinder sind, geht sogar so weit, dass es dort sehr gut mitgeht und auch als Hilfestellerin fungiert. Das heißt, es ist nicht so, wie man sich das vorstellt, da ist ein Chatbot und dann ist die nächste Frage und dann ist die nächste Frage. Ich kann auch

Dieter Brader
(16:58)

und

René
(17:00)

Gegenfragen stellen. kann ihm auch sagen, warte mal, wer macht denn überhaupt diese Umfrage? Was ist denn das Faszinierende? Oder auch inhaltlich, wenn ich irgendein Fremdwort nicht verstehe, kann ich nachfragen. Ich muss das nicht letztendlich alleine machen, sondern der Interviewer, wie im echten Interview, ist auch Hilfesteller. Und da ist halt dieser demokratische Prozess natürlich auch extrem spannend. Aber das ist eher so an der Seite. Das ist eher so ein langfristiges Projekt, wo ich mir denke, es wäre schön.

Dieter Brader
(17:01)

Hm.

René
(17:30)

wenn Technologie nicht immer nur Demokratie gefährdet, sondern an mancher Stelle vielleicht auch clever eingesetzt, auch Demokratie stärken kann.

Dieter Brader
(17:40)

Wir fallen im Hintergrund jetzt auch viele, viele kleinere oder größere Ideen dazu ein. Ist ja super universell einsetzbar. Dass es mir auch noch einfällt, was ich noch schnell mit dir durchgehen möchte, ja der Zugang. Wie man dann Feedback gibt, ist er dann ein anderer. Das heißt, klassisch bis jetzt sitzt man auf einem Bildschirm, hast du schon gesagt, füllt seinen Fragebogen aus.

Mit KI-Tools gibt es Chat oder die Spracheingabe. Wie merkst du da die Veränderung bei den Menschen? Oder wo siehst du den Widerstand? Weil es doch eine andere Art und Weise ist, zu interagieren. Ich glaube, in der Art und Weise wohl der Heftigste seit den letzten Jahren. Das heißt weg von Keyboard hin zu reden, hin zum Chat.

René
(18:33)

Ja.

Dieter Brader
(18:34)

Was merkst du da für Feedback oder für... ja.

René
(18:36)

Ja, auch Limitationen. Ja, also zum einen ist es so, und das will ich auch immer noch vorne stellen, dort wo... Es gibt Use Cases, in denen ist das Interview notwendig, weil diese Wertschätzung der persönlichen Erfahrung notwendig ist. Das möchte ich immer aus der Frage stellen, dass wir da gar nicht diese Diskussion haben. Bei den anderen ist es so, dass es wichtig ist, es gut zu kommunizieren

und in einen guten Rahmen zu setzen. Das heißt, es nicht einfach zu versenden. Also, was wir zum Beispiel gar nicht machen, ist, wir machen keine Outboard-Calls. Weil ich das als extrem lästig empfinde, das ist nichts, was wir tun, sondern bei uns läuft das über einen Link, den man versendet, den man als QR-Code hat oder was auch immer und dann der User eigenständig entscheidet, ich möchte das tun. Nicht, wow, wir können das jetzt skalieren und wir rufen jetzt alle an und irgendjemand wird es schon abnehmen. Das ist nur das eine. Also, den Rahmen, in den ich das setze.

Dann ist wichtig, das haben wir auch erfahren... natürlich machen wir sehr viel, wenn wir Datenschutz reden: Daten minimieren zur Arbeit und so weiter, das müssen wir aber auch kommunizieren, weil da ist natürlich sehr viel Unsicherheit noch da. Also zu Recht auch, weil das macht ja nicht jeder so, auch nach vorne zu stellen, wir speichern keine Stimmen, wir transkribieren lediglich, das total Wichtigste, Menschen. Stimme ist sowas Persönliches, das ist extrem wichtig, dass man das vorher einmal abgeklärt hat. Und dann

in der Benutzung haben wir paar ganz interessante Dinge erlebt auch. Zum einen, und ich muss das für mich immer, mittlerweile nach eineinhalb Jahren mit der KI sprechen ist es irgendwie schon normal, aber ich habe noch dieses Gefühl in mir, dass es am Anfang seltsam war. Und wir sehen das auch bei Nutzern, die ersten zwei, drei Antworten, die sie so geben, sind sehr einsilbig. Sind sehr ja, nein, vielleicht, finde ich gut, finde ich schlecht.

Ab dem Moment, wo verstanden wird, dass das nicht dieser Chatbot von früher ist und dass hier wirklich auf das eingegangen wird, was ich sage, sehen wir, dass die Antworten tendenziell einfach länger und länger und länger werden. Und am Ende, und das ist immer so mein Goldstandard, ein gutes Interview ist es dann, wenn der Interviewter sich verabschiedet und bedankt, dann weiß ich, es war immersiv. Also das ist einfach wichtig. Und beim zweiten Rittmahl ist da dann kein Problem mehr da.

Im Gegenteil, auch eine spannende Anekdote ist... Wir sehen, dass ältere Menschen, wo wir gesagt haben, ⁓ technikkritisch und so weiter, dort kommt genau das zu tragen, was ich vorher gesagt habe, es ist niederschwellig. Ich brauch keine Lesebrille mehr oder am Handy was einzutippen. Das heißt, für die ist diese Convenience...

Die adaptieren sich schneller als manche Jüngerer, weil ich sag, wow, ich hab da die Megakonvenience, ich sprech das ein und wenn du das dritte Mal gesprochen hast, du willst kein Formular mehr ausfüllen. Das ist dann erledigt. Jetzt mach ich viel uns, aber ein und hab ich noch. Das ist auch so ein extrem cooles Ding, wo wir auch Forschungsprojekte damit machen, tatsächlich. Also das Thema Social Desirability.

Dieter Brader
(21:29)

Mhm.

Mega!

René
(21:52)

Das ja auch so interessant. Wir tun ja immer so, als ob der Mensch als Homo economicus fungiert und total logisch agiert. Aber in einem Interviewsetup bin ich immer auch in einer Sozialsituation. Die gilt ja für beide. Und die KI hat zumindest den Vorteil, dass sie nicht unterscheidet in einem Gespräch, ob das jetzt die Geschäftsführung ist oder gerade der Fahrradkurier. Das heißt, ich habe dort schon mal eine

eine Nullung, eine Gleichung über die Antworten hinweg, dass ich nicht sage, alles was die Geschäftsführung sagt ist Gold und alles was der Fahrerkurier sagt ist sowieso nichts. Sondern da nullst schon mal hin, das ist super interessant. Und auch umgekehrt Social Desirability. Ich möchte ja meinem Gegenüber gefallen, auch als Interviewter und gerade bei Themen, die etwas schambehaftet sind, sei es jetzt zum Beispiel Finanzbildung oder gesundheitliche Themen, was auch immer es sein mag,

tendiert man eher dazu, mit einer Maschine offen zu sein, weil man soziale Gefälligkeit nicht so hat, als man das bei einem Menschen wäre. Also da gibt es ganz unterschiedliche Punkte, die sich so auch für uns ergeben haben und sagen, ach, spannend, was da so rauskommt.

Dieter Brader
(22:58)

Hm.

Was für mich jetzt noch rauskommt ist, wiederholt, also KI als Demokratisierer in unterschiedlichen Bereichen. Das heißt, ihr lebt momentan bei der Programmierung. KI hilft der Demokratisierung im Programmierprozess. Oder KI hilft bei der Demokratisierung bei der Bilderstellung, bei der Videoerstellung. Das heißt, es wird vielen zugänglich und vielen möglich gemacht. Und gleichzeitig schaust du...

mit deinem Produkt, dass die Meinung oder das Ideen einfach, dass der Zugang einfacher wird und demokratisiert wird, vielleicht in einem organisatorischen Umfeld, dass es einfacher wird und jedem die Möglichkeit gegeben wird. das geht bei mir momentan im Kopf durch, wo man einfach die Stimme von vielen, ja, wieder...

René
(23:55)

gemeint,

die Lizenz zum Zuhören haben wir jetzt bekommen. Und das finde ich eine schöne Sache.

Dieter Brader
(23:59)

Mhm. Schön.

Ja, ist ja schon eine Sache. Wohin glaubst du? Entwickelt sich dein Bereich jetzt in nächsten Jahren?

René
(24:12)

Für uns, wir sehen extrem in diesem Markt, da passiert sehr dynamisch sehr viel in unterschiedlichsten Ausgestaltungen. Gerade im Market Research gibt es sehr viele Mitbewerber, die sehr stark rein auf das Market Research gehen. Dort natürlich noch viel mehr auch mit Video- und Audiospuraufzeichnungen arbeiten. Das ist nicht unser Zugang. Also was wir generell sehen,

und jetzt auch wenn es für eine Retrospektive ist. Es dauert natürlich seine Zeit, bis die Durchdringung kommt, bis die Menschen diese Dinge auch machen und erleben. Aber das ist so ein Megatrend, der da passiert mit diesem Sprachinput. Wir sehen es ja überall. Spüren wir auch diese Welle, der wir da sind. Das ist etwas, das kommt. Menschen kommen mit ihm in Berührung. Und da wird sicherlich viel

passieren. Auf der anderen Seite glaube ich, dass wir auch europäische Lösungen denken sollten, weil auch dort das ist nicht alles gut. Das ist was ich meine, die Technologien sich, dann geht es darum was mache ich damit und welches Wertekonstrukt lege ich dahinter und das ist für uns auch so eine Sache, wo wir es schön was die Amerikaner machen, ist alles toll. Wir versuchen aber hier

unsere Denke, unseren Anspruch europäisch hineinzubekommen und auch diese Sicherheit. ich glaube, dass sich da viel auch tun wird, wo es viele Produkte gibt und viele Anwendungen, aber man wahrscheinlich mehr noch darauf achten muss in der Zukunft, wie sind die Gestalte? Gar nicht nur, wo liegt der Server? Das war früher ja immer so das Ding, wo ist der Server? Das ist ja, ja ist nett, aber...

Wir wissen alle, wie im Internet kann ich auf sehr viele Server zugreifen. Wo der jetzt steht, so ein Argument, jetzt keines, das jetzt wirklich Sicherheit bringt. Aber die Sache ist eher, wie wird es verwendet? Welche Logik lege ich an auf das KI und wie gehe ich damit um. Weil die Möglichkeiten so extrem hoch sind und nur weil ich es kann, soll es noch nicht heißen, dass ich es tue. Und ich glaube, dass sich da sehr viel auch noch ergeben wird, gerade in der Zukunft.

Dieter Brader
(26:20)

Hm.

Hm. Hm. Hm.

René
(26:35)

wo es Skandale in die Richtung gibt und dann aber wahrscheinlich und hoffentlich auch Best Practices in die andere Richtung.

Dieter Brader
(26:42)

Das ist ein schöner Schluss, René. Alles Gute weiterhin. Dankeschön. Ich mache jetzt noch einen Satz kurz rein. Can AI help You? Das ist ein Podcast über künstliche Intelligenz, digitale Transformation und die Frage, wie Menschen und Organisationen neue Technologien sinnvoll einsetzen können. Im Mittelpunkt steht heute René Mähr, Co-Founder und Geschäftsführer von synfia.ai. Seine Motivation, seine Erfahrungen als Gründer und sein Blick darauf

René
(26:45)

Danke Dieter!

Dieter Brader
(27:11)

wie KI helfen kann, Feedback und Interviews neu zu denken. Daher heißt die heutige Episode auch, Can AI help you? Feedback und Interviews neu zu denken. Yes, René can. Und genauer mit dieser Frage möchten wir heute starten.

René
(27:30)

Ich sage danke.